Minimal!

Aufgesetzt und eingedrückt

Minimal Art

Klare Linien und eine weiche Silhouette, sowohl beim Kleid als auch bei der amorph geformten Wand. Cool wirkt er, dieser puristische Look, ohne Zweifel. Die Bildstrecke des niederländischen Fotografen Fritz Kok heißt nicht umsonst „Minimal Art“ (veröffentlicht in der Madame, November 2010). Ein Vergleich fällt sofort ins Auge: Die Wölbung der weißen Wand erscheint wie die „große Schwester“ der kleinen aufgenähten Vordertasche des schwarzen Kleids. Sie hat die gleichen gerundeten Ecken und verengt sich wie auch die Kleidtasche nach oben hin. Nur ist letztere ein aufgesetztes Stoffstück aus Nappaleder, das sich auch deutlich vom Material des restlichen Wollgewands abhebt. Die Wand ist dagegen aus einem Guss und die Wölbung drückt sich nach innen. Und um das Bild noch abzurunden erscheint der schwarze Hut des Models wie eine spiegelverkehrte, leicht gestauchte Kleidtasche. Im perfekten Kontrast vor dem weißen Wandeinschnitt.

[Bild: Madame, November 2010, Seite 174, ©Fritz Kok]

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